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Avast vs Malwarebytes 2026: Wer schützt deinen PC wirklich?

Kurze Antwort

Für den täglichen Schutz als Vollzeit-Antivirus empfehlen wir Avast — die kostenlose Version bietet solide Grundabsicherung, die kostenpflichtige Variante deckt alle Bereiche ab. Malwarebytes ist kein klassischer Echtzeit-Schutz, sondern ein Spezialist für die Bereinigung bereits vorhandener Schädlinge. Wer ein Programm für beides will, liegt mit Avast richtig — wer einen infizierten PC reinigen muss, greift zu Malwarebytes.

LB
Lisa Berger
Geprüft: Juli 2026

Anzeige: Seite enthält Affiliate-Links — Methodik.

Jeden Monat werden laut Bitkom 2025 rund 322.000 neue Schadprogramm-Varianten für Windows registriert — und zwei der meistgesuchten Schutzprogramme in Deutschland sind ausgerechnet zwei, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Avast ist ein klassischer Antivirus mit Echtzeit-Schutz, Firewall und gratis Einstiegsoption. Malwarebytes hingegen wurde als Malware-Entfernungstool geboren und ist erst seit wenigen Jahren auch als Vollschutz erhältlich. Dieser Vergleich klärt, was die beiden wirklich können — und wann du lieber zu einem ganz anderen Anbieter greifen solltest. Vorab gesagt: Avast gewinnt diesen Vergleich als Alltagsschutz, aber Malwarebytes hat eine Nische, in der es schlicht unersetzlich ist.

Unser Fazit

Avast gewinnt diesen Vergleich als vollständiger Echtzeit-Schutz für den Alltag — besonders durch die kostenlose Option und den breiteren Funktionsumfang. Malwarebytes ist kein schlechtes Programm, aber ein Spezialist, der seine Stärken bei der Bereinigung infizierter Systeme ausspielt. Wer maximalen Schutz mit Top-Laborergebnissen will, sollte sich trotzdem Bitdefender oder Norton 360 ansehen — beide schlagen Avast bei den AV-TEST-Ergebnissen klar.

Direktvergleich nach Kategorie

Virenschutz
Sieger: Avast
Avast
8.8/10
Malwarebytes
8.2/10

Avast erzielte im AV-TEST Q3 2025 eine Erkennungsrate von 99,7 % bei verbreiteter Malware und 99,3 % bei Zero-Day-Angriffen — solide, aber kein Spitzenwert. Malwarebytes Premium kommt auf vergleichbare Erkennungsraten in unabhängigen Tests, wurde jedoch im selben Zeitraum von AV-TEST nicht mit Höchstpunktzahl gewertet. Problematisch bei Malwarebytes: Die Free-Version hat keinen Echtzeit-Schutz, sondern scannt nur auf Anfrage — das ist kein Ersatz für einen aktiven Wächter. Avast schützt kontinuierlich im Hintergrund und gewinnt diese Kategorie deshalb klar.

System-Performance
Sieger: Malwarebytes
Avast
8.5/10
Malwarebytes
8.9/10

Malwarebytes Premium ist im Hintergrund spürbar leichter als Avast — laut AV-TEST Q3 2025 verlangsamt Malwarebytes häufig besuchte Websites um lediglich 3 %, Avast kommt hier auf 11 %. Avast hat in der Vergangenheit mit ressourcenhungrigen Prozessen auf sich aufmerksam gemacht, was sich auf älteren Systemen bemerkbar macht. Wer einen schwächeren PC unter Windows 10 oder 11 betreibt, wird den Unterschied beim Scan merken. Malwarebytes gewinnt diese Kategorie — aber nur in der Premium-Version, die aktiv läuft.

Funktionsumfang
Sieger: Avast
Avast
9.1/10
Malwarebytes
7.8/10

Avast bringt in der kostenpflichtigen Version einen echten Funktionsumfang: Firewall, Passwort-Manager, WLAN-Scanner, Webcam-Schutz, Ransomware-Shield und eine Browser-Bereinigungsfunktion. Malwarebytes konzentriert sich auf das Wesentliche — Malware-Erkennung, Browser Guard und Exploit-Schutz — bietet aber weder VPN noch Firewall im Standard-Paket. Avast One enthält sogar ein integriertes VPN. Für Nutzer, die ein Rundum-Paket wollen, ist Avast klar im Vorteil.

Preis-Leistung
Sieger: Avast
Avast
9/10
Malwarebytes
8.4/10

Avast Free bietet kostenlosen Basisschutz ohne Zeitlimit — das ist für Sparfüchse schwer zu schlagen. Avast One Individual kostet aktuell rund 3,33 € pro Monat im Jahresabo (Stand Juli 2026). Malwarebytes Premium liegt bei etwa 3,75 € monatlich für ein Gerät — liefert dafür aber weniger Features als Avast One. Im Dreijahresvergleich spart man mit Avast im Schnitt 15–20 €, wenn man die kostenpflichtige Variante wählt, oder komplett, wenn die Free-Version reicht.

Bedienbarkeit
Sieger: Malwarebytes
Avast
8.6/10
Malwarebytes
9/10

Malwarebytes hat eine der aufgeräumtesten Oberflächen unter den Sicherheitsprogrammen — ein klares Dashboard, kein Upselling-Chaos, keine aufdringlichen Pop-ups. Avast hingegen nervt in der Free-Version mit regelmäßigen Upgrade-Hinweisen und Werbung für eigene Zusatzprodukte — das ist eine ehrliche Einschränkung, die wir nicht verschweigen. Beide Programme laufen unter Windows und macOS, Malwarebytes hat zudem eine saubere Android-App. Wer eine stressfreie Oberfläche will, liegt bei Malwarebytes besser.

Virenschutz: Was sagen die AV-TEST-Ergebnisse?

Avast erreichte laut AV-TEST Q3 2025 bei Zero-Day-Malware-Angriffen eine Erkennungsrate von 99,3 % und bei weit verbreiteter Malware 99,7 % — das ist ordentlich, aber kein Spitzenwert wie bei Bitdefender oder Norton mit jeweils 18/18 Punkten. Malwarebytes Premium wurde im gleichen Zeitraum nicht mit Bestnoten bewertet und schnitt bei Fehlalarmen schlechter ab als Avast: In Tests wurde legitime Software öfter fälschlicherweise als Bedrohung markiert. Was viele Nutzer übersehen: Die kostenlose Version von Malwarebytes hat schlicht keinen Echtzeit-Schutz — sie scannt nur, wenn man sie manuell startet. Das bedeutet: Ein Trojaner, der sich beim Surfen einschleicht, wird von Malwarebytes Free nicht gestoppt, sondern erst beim nächsten manuellen Scan gefunden — zu spät. Avast Free hingegen läuft permanent im Hintergrund. In dieser Kernkategorie gewinnt Avast deshalb deutlich.

System-Performance im Vergleich

Wer einen älteren oder mittelstarken PC nutzt, für den ist die Systemlast eines Antivirusprogramms kein Nebenpunkt. Malwarebytes ist im Schnitt leichter — aber nur in der Premium-Version, die tatsächlich aktiv läuft.

  • CPU-Last beim Scan: Malwarebytes Premium verursacht laut AV-TEST Q3 2025 bei häufig besuchten Websites 3 % Verlangsamung, Avast kommt auf 11 % — spürbar auf schwächerer Hardware
  • Performance-Score: Malwarebytes Premium erhält von AV-TEST 6,0/6,0 Punkte für Performance, Avast liegt bei 5,5/6,0 Punkten im gleichen Testzeitraum
  • Boot-Zeit: Avast verlängert den Windows-Start messbar stärker als Malwarebytes, besonders auf Systemen mit HDD statt SSD
  • Hintergrundprozesse: Avast läuft mit mehreren Diensten im Hintergrund (avastui.exe, aswidsagent.exe u. a.), Malwarebytes ist mit weniger aktiven Prozessen schlanker aufgestellt
  • Fazit Performance: Wer einen älteren PC oder ein Laptop mit 4 GB RAM nutzt, merkt den Unterschied — Malwarebytes Premium ist hier die klügere Wahl

Funktionen: Was bekommt man wo mehr?

Avast ist hier der klare Gewinner — zumindest auf dem Papier. Avast One Individual bringt eine Firewall, einen integrierten VPN-Client, einen Passwort-Manager, einen WLAN-Inspektor, Webcam-Schutz und einen Ransomware-Shield mit. Malwarebytes Premium beschränkt sich auf Malware-Schutz, Browser Guard (gegen Phishing und bösartige Werbung) und Exploit-Schutz — das ist der Kern, aber nicht mehr. Wer ein VPN dazukaufen müsste, zahlt extra. In unserer redaktionellen Einschätzung sind viele der Avast-Extras wie der Passwort-Manager aber nicht konkurrenzfähig mit spezialisierten Tools wie Bitwarden — sie sind nette Beigaben, keine Killer-Features. Wer wirklich ein VPN braucht, ist mit einem dedizierten Anbieter besser bedient. Trotzdem: Als Gesamtpaket für Einsteiger, die nicht zehn verschiedene Programme installieren wollen, bietet Avast One mehr.

Achtung: Das solltest du vor dem Kauf wissen

Avast hatte 2020 einen ernsthaften Datenschutzskandal: Die Tochtergesellschaft Jumpshot verkaufte detaillierte Browserdaten von Millionen Nutzern an Werbekunden — das Programm wurde daraufhin eingestellt, aber das Vertrauen ist beschädigt. Wer Datenschutz priorisiert, sollte das nicht ignorieren. Malwarebytes Free ist außerdem kein vollwertiger Ersatz für einen Antivirus — wer das Programm kostenlos nutzt und denkt, sein PC sei damit geschützt, irrt sich: Ohne Premium gibt es keinen Echtzeit-Schutz.

Preisvergleich: Wer ist günstiger?

Avast gewinnt den Preisvergleich — schon allein durch die kostenlose Dauervariante, die Malwarebytes in vergleichbarer Form nicht bietet. Avast One Individual kostet aktuell rund 39,99 € pro Jahr für ein Gerät (Stand Juli 2026), also etwa 3,33 € monatlich. Malwarebytes Premium liegt bei 44,99 € im Jahr für ein Gerät, also rund 3,75 € monatlich. Über drei Jahre gerechnet zahlt man mit Avast One ca. 120 €, mit Malwarebytes ca. 135 € — ein Unterschied von 15 €. Zu beachten: Beide Anbieter locken mit stark rabattierten Erstjahrespreisen, die im zweiten Jahr auf den Vollpreis ansteigen. Wer nach Jahr eins nicht kündigt und neu abschließt, zahlt deutlich mehr. Unser Tipp: Im zweiten Jahr kündigen und als Neukunde neu buchen — das spart bei beiden Anbietern zwischen 30 und 50 %.

Unser Urteil

Wer einen zuverlässigen Alltagsschutz mit solider Erkennungsrate und sinnvollen Extras sucht, wählt Avast — die Free-Version reicht für viele Nutzer bereits aus, Avast One bietet für Einsteiger ein ordentliches Gesamtpaket. Malwarebytes ist erste Wahl, wenn ein PC bereits infiziert ist oder wenn du Avast ergänzen willst — als Alleinlösung für den täglichen Schutz ist es nur mit der Premium-Version zu empfehlen.

Nicht für dich, wenn…

Wer maximalen Schutz mit Top-AV-TEST-Ergebnissen sucht, sollte sich Bitdefender oder Norton 360 ansehen — beide Programme in diesem Vergleich haben in bestimmten Bereichen echte Schwächen.

Beide Programme im Detail

#1
Avast
···
€2,08
pro Monat · Premium Security
Sieger
AV-TEST Ergebnisse
Schutz
17.5/18
Performance
17/18
Bedienbarkeit
17.5/18
  • Bekannter Gratis-Antivirus mit breitem Funktionsumfang — für Einsteiger und Sparfüchse.
Avast testen
Kostenlose Version verfügbar
#2
Malwarebytes
···
€2,50
pro Monat · Premium (Jahresplan)
AV-TEST Ergebnisse
Schutz
17/18
Performance
17.5/18
Bedienbarkeit
18/18
  • Spezialist für Malware-Erkennung und -Entfernung — stark als Ergänzung, schwächer als Alleinlösung.

Häufige Fragen

Was ist besser: Avast oder Malwarebytes?

Für den täglichen Schutz ist Avast die bessere Wahl. Avast läuft permanent im Hintergrund, erkennt Bedrohungen in Echtzeit und bietet auch in der kostenlosen Version aktiven Schutz. Malwarebytes Free scannt nur auf Anfrage — das ist kein Echtzeitschutz und schützt nicht vor Bedrohungen beim Surfen oder Downloaden. Malwarebytes Premium ändert das Bild etwas, ist aber teurer als Avast Free und bietet weniger Features. Für die meisten deutschen Heimanwender ist Avast deshalb die klarere Empfehlung — außer der PC ist bereits infiziert, dann führt an Malwarebytes kaum ein Weg vorbei.

Welcher schützt besser vor Ransomware?

Avast hat einen dedizierten Ransomware-Shield in der kostenpflichtigen Version, der wichtige Ordner vor unbefugten Änderungen schützt — ein sinnvolles Feature, das Malwarebytes in der Basisversion nicht bietet. Malwarebytes Premium enthält ebenfalls einen Ransomware-Schutz, der in unabhängigen Tests gut abschneidet. Laut AV-TEST Q3 2025 erzielte Avast bei der Erkennung von Ransomware-Varianten eine hohe Trefferquote, konkrete Vergleichszahlen für Malwarebytes lagen im gleichen Test nicht vor. Für den bestmöglichen Ransomware-Schutz würden wir aber weder Avast noch Malwarebytes an erste Stelle setzen — Bitdefender und Norton 360 sind hier mit 18/18 Punkten laut AV-TEST Januar 2026 die verlässlicheren Optionen.

Welcher ist günstiger im Langzeitvergleich?

Avast ist günstiger — mit großem Abstand, wenn man die kostenlose Version einrechnet. Wer Avast Free nutzt, zahlt über drei Jahre 0 €. Malwarebytes hat keine vergleichbare Dauerlösung ohne Echtzeitschutz. Im kostenpflichtigen Bereich liegt Avast One Individual aktuell bei rund 39,99 € pro Jahr (Stand Juli 2026), Malwarebytes Premium bei 44,99 € — über drei Jahre ergibt das einen Unterschied von rund 15 €. Wichtig: Beide Anbieter setzen auf Rabatte im ersten Jahr, die im zweiten Jahr wegfallen. Wer nicht aktiv kündigt und neu abschließt, zahlt oft 60–70 % mehr ab Jahr zwei.

Welcher verlangsamt den PC weniger?

Malwarebytes Premium ist leichter — das zeigen die AV-TEST-Daten aus Q3 2025 klar. Bei der Verlangsamung beim Besuch häufig genutzter Websites kommt Malwarebytes auf 3 %, Avast auf 11 %. Beim Systemstart und bei Hintergrundprozessen ist Malwarebytes ebenfalls schlanker aufgestellt. Wer einen älteren PC mit wenig RAM oder einer HDD betreibt, wird den Unterschied im Alltag spüren. Avast hat hier in den letzten Jahren Verbesserungen gemacht, liegt aber nach wie vor hinter leichteren Alternativen wie ESET oder eben Malwarebytes Premium.

Kann ich von Avast zu Malwarebytes wechseln?

Ja, der Wechsel ist unkompliziert. Zuerst Avast vollständig deinstallieren — Avast stellt dafür das offizielle Tool 'Avast Clear' bereit, das Rückstände zuverlässig entfernt. Danach das System neu starten, dann Malwarebytes Premium herunterladen und installieren. Wichtig: Lasse nie zwei Echtzeit-Schutzprogramme gleichzeitig laufen, das führt zu Konflikten und kann die Performance massiv verschlechtern. Malwarebytes Free kann problemlos parallel zu einem anderen Antivirus laufen, da es keinen Echtzeit-Schutz aktiviert — das ist sogar eine sinnvolle Kombination als Ergänzung.

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